Ausbildung zum_zur TESYA-Antigewalttrainer_in, Durchgang 2027

Die Qualifizierung zum_zur Antigewalttrainer_in richtet sich an:

Fachkräfte in der Kinder- und Jugendarbeit,

Sozialpädagog_innen, Erzieher_innen, Psycholog_innen, Lehrer_innen und Schulsozialarbeiter_innen, die

  • sich in ihrer Arbeit mit aggressiv handelnden Kindern und Jugendlichen professionalisieren wollen
  • für einen Jugendhilfeträger, die Schule oder die Jugendgerichtshilfe als Antigewalttrainer_in arbeiten möchten
    • die ein Antigewalttraining suchen, das

      • auf einem systemisch-lösungsorientierten Ansatz basiert
      • bewusst auf Elemente harter Konfrontation verzichtet, damit intrinsische Motivation entstehen kann, die Veränderung möglich macht
      • eine gendersensible Perspektive beinhaltet
      • Erfahrungen Jugendlicher mit Migrationsgeschichte einbezieht
      • und durch den Einsatz analoger Techniken auch Kinder und Jugendliche anspricht, die weniger kognitiv zugänglich sind.

       
      Die Qualifizierung umfasst 8 Module à 2 Tage und beinhaltet eine supervidierte Praxisphase, in der die Teilnehmenden selbst ein Training mit Jugendlichen durchführen und den Prozess dokumentieren. Die TESYA®-Qualifizierung schließt mit einem Zertifikat ab. Die Qualifizierung ist von der Berliner Senatsverwaltung als Bildungszeit anerkannt.

MODUL I, 19. – 20. Februar 2027

  • Rahmenbedingungen im TESYA®-Training, Zielgruppenausrichtung
  • Einführung in das systemisch-lösungsorientierte Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen
  • Motivationsaufbau im Zwangskontext – Vorgespräche und Diagnostik

 

MODUL II, 12. – 13. März 2027

  • aktuelle Theorien zur Entstehung aggressiven Verhaltens bei Kindern und Jugendlichen
  • Risiko- und Resilienzfaktoren
  • Einstieg und Start ins Training

 

MODUL III, 09. – 10. April 2027

  • Konfliktanalyse und Straftataufarbeitung
  • Umgang mit Rechtfertigungsstrategien und Neutralisierungstechniken
  • demütigungsfreie Konfrontionstechniken

 

MODUL IV, 28. – 29. Mai 2027

  • Der Blick in die Biografie: Ressourcen identifizieren
  • Opferwiderfahrnisse würdigen
  • traumatische Erlebnisse sensibel aufgreifen

 

MODUL V, 25. – 26. Juni 2027

  • Wertereflexion: welche Werte und Überzeugungen leiten mein Handeln
  • Umgang mit Ambivalenzen
  • Impulskontrolle stärken: Entspannungs- und Embodimenttechniken

 

MODUL VI,  10. – 11. September 2027

  • Eltern für die Zusammenarbeit gewinnen:  systemische Ansätze für das Elterncoaching
  • Wie Eltern in ihre Präsenz zurückfinden: Das Konzept der ‚Neuen Autorität‘ (H.Omer)
  • Familiensitzungen gestalten

 

MODUL VII, 01. – 02. Oktober 2027

  • Imaginations- und Symbolarbeit
  • Impacttechniken
  • Metaphern und Geschichten

 

MODUL VIII, 05. – 06. November 2027

  • Abschied und Trainingsabschluss gestalten
  • in Kontakt bleiben: Nachtreffen & Stabilisierungscoaching
  • Das Trainingsangebot an der eigenen Institution installieren.

 

Anmeldung

  • Teilnehmer_innenanzahl: max. 14
  • Termine: jeweils 9:00 bis 16:30 Uhr
  • Kosten: 3.290 €

 
Für Early Birds, die sich bis zum 30.09.2025 anmelden: 2.950 €

Für Early Birds, die sich bis zum 30.9.2026 anmelden: 2.990 €. Frühbucher_innen-Preis bis 15.12.2026: 3.150 €

Jeweils zuzüglich Kosten für die praxisbegleitende Supervision (480 € pro Person) und die Zertifizierung (180 €). Eine Ratenzahlung ist nach Rücksprache mit uns möglich. Melden Sie sich gerne dazu.

Dozent_innen

Lars Schäfer
Dipl. Soz.päd, TESYA®-Antigewalt-Trainer und -Ausbilder, Supervisor und Organisationsberater (SG)

Uli Streib-Brzic
Dipl. Soziologin, TESYA®-Antigewalt-Trainerin und -Ausbilderin, Systemische Therapeutin und Beraterin (SG)

und Team

Lars Schäfer und Uli Streib-Brzic haben das TESYA®-Antigewalt-training in Zusammenarbeit mit internationalen Partner-organisationen konzipiert und kontinuierlich weiterentwickelt. Seit über 15 Jahren ist das TESYA®-Antigewalttraining fester Bestandteil der Angebotspalette im Rahmen der Hilfen zur Erziehung der Jugendämter in Berlin und Brandenburg, außerdem ist es als Trainingsmaßnahme nach JGG §10 verankert.
Zunehmend entscheiden sich Schulen dafür, TESYA® als Maßnahme an ihren Standorten zu etablieren und ihr gewaltpräventives Profil auf diese Weise zu erweitern.